Islamisten, die für den IS in den USA Kämpfer rekrutierten, nutzten zunehmend verschlüsselte Kommunikationsangebote, schrieb FBI-Chef James Comey in einem Beitrag, der am Montag von der auf nationale Sicherheit spezialisierten Website Lawfareblog.com veröffentlicht wurde. Aus Syrien könnten so in den USA irregeleitete Menschen zu Morden verführt werden.

Diese Kommunikation könne von den Behörden auch dann nicht abgefangen werden, wenn ein richterlicher Beschluss dafür vorliege, kritisierte Comey. Auch Kriminalermittlungen würden dadurch behindert. "Es gibt keinen Zweifel, dass Menschen mit schlechten Absichten in einer Welt der starken und universellen Verschlüsselung straffrei kommunizieren können", schrieb der FBI-Chef. Er forderte, dass jedes Mail-Verschlüsselungssystem eine "Geheimtür" für den Fall notwendiger Ermittlungen haben solle.

Anbieter von Verschlüsselungssystemen wie die Technologieriesen wie Google, Apple und Yahoo lehnen die Forderung ab. Google-Chef Eric Schmidt hatte kürzlich zu Kritik daran gesagt, er wisse nicht, wie nur für "die Guten" eine "Geheimtür" eingebaut werden könne. Auch Menschen mit bösen Absichten könnten dieses Einfalltor nutzen, warnte der Konzernchef.