"Er hat seine Firma hervorragend geführt", sagte Buffett zu Blankfein, "er ist smart und er ist grosse Klasse", erklärte Buffett dem TV-Sender des Wirtschaftsnachrichtendienstes Bloomberg in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska.

Dort wollte sich der Investor auch den Fragen der Aktionäre seines Anlageunternehmens Berkshire Hathaway Inc. stellen. Die Berkshire-Hauptversammlung findet dieses Wochenende in Omaha statt.

Buffett, der nach Schätzungen von Forbes drittreichste Mann der Welt, hat selbst fünf Milliarden Dollar bei Goldman Sachs investiert. Das Geld hatte er zum Höhepunkt der Finanzkrise im September 2008 in Goldman Sachs gesteckt und damit in der kritischen Zeit zu einer gewissen Beruhigung der Märkte beigetragen.

Er kündigte in dem Fernsehinterview an, sich bei der Aktionärsversammlung noch weiter über die Hypothekengeschäfte von Goldman Sachs äussern zu wollen. "Und ich wette, dass von den 40'000 Anwesenden 39'900 eine falsche Vorstellung haben".

Nachdem sich auch die New Yorker Staatsanwaltschaft jetzt noch in den Fall eingeschaltet hat, könnten die Betrugsvorwürfe gegen die Grossbank ein strafrechtliches Nachspiel haben. Goldman Sachs bestreitet die Vorwürfe vehement. Da die Ermittlungen gerade erst begonnen haben, lässt sich bisher schwer einschätzen, ob es zu einer Anklage oder Strafe kommt.