G7-Treffen

Industrieländer sehen langsames Auslaufen der Rezession

Suche nach Lösungen in Washington

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Die grossen Industrieländer sehen erste schwache Hoffnungszeichen für ein langsames Auslaufen der tiefsten Rezession seit den 30er Jahren. Das geht aus dem Entwurf der Abschlusserklärung des G7-Treffens in Washington hervor.

"Jüngste Daten legen den Schluss nahe, dass das Tempo des Abwärtstrends in unseren Volkswirtschaften nachgelassen hat und einige Anzeichen der Stabilisierung auftauchen", heisst es in dem Entwurf.

Gegen Jahresende könnte in der Weltwirtschaft eine langsame Erholung einsetzen, allerdings in einem von Schwäche und Risiken gekennzeichneten Umfeld. Die G7 unterstrichen den Willen zur Zusammenarbeit, um aus der Krise heraus und zu Wachstum und Beschäftigung zurückzufinden.

Ein Kernanliegen des G7-Treffens, das am Nachmittag in Washington begann und in ein Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) übergeht, ist die Suche nach einer Lösung für das Problem der Schrottanlagen in den Bankenbilanzen.

Ohne eine Entlastung der Branche ist nach Ansicht fast aller Experten die Wiederherstellung von Vertrauen an den Finanzmärkten und letztlich ein durchgreifender Aufschwung kaum denkbar. "Wenn wir die Banken nicht in Ordnung bringen, werden wir die Wirtschaft nicht in Ordnung bringen können", sagte der britische Finanzminister Alistair Darling.

Auch die Ankündigungen vom Weltfinanzgipfel in London, wo Hilfen für arme und krisengeplagte Länder von 1,1 Bio. Dollar über die internationalen Finanzorganisationen zugesagt worden waren, müssten erfüllt werden. Die Industrieländer fordern von grossen Schwellenländern mit hohen Währungsreserven wie China und Indien dazu ebenfalls beizutragen.

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