Rüstungsindustrie

Indien zieht Kampfjet Rafale dem Eurofighter vor

Der französische Konzern Dassault zieht mit dem Kampfjet Rafale ein Riesengeschäft an Land (Archiv)

Der französische Konzern Dassault zieht mit dem Kampfjet Rafale ein Riesengeschäft an Land (Archiv)

Der französische Flugzeugkonzern Dassault hat mit seinem Kampfjet Rafale eines der derzeit grössten Rüstungsgeschäfte an Land gezogen. Die indische Regierung habe 126 Rafale-Maschinen zu einem Schätzpreis von 12 Mrd. Dollar bestellt, hiess es am Dienstag aus indischen Regierungskreisen.

"Wir haben den Vertrag gewonnen", sagte denn auch der französische Staatssekretär Pierre Lellouche am Dienstag dem Nachrichtensender BFMTV. In dieser Phase von "exklusiven Verhandlungen" gebe es allerdings noch einige Dinge zu klären.

Die Rafale setzte sich gegen den Eurofighter des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS durch, den die Franzosen offenbar im angebotenen Preis unterboten. Durch die Bestellung aus Indien exportiert Frankreich erstmals seine Rafale ins Ausland.

Noch im Dezember hatte der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet angekündigt, dass die Produktion des Kampfflugzeugs mangels Nachfrage mittelfristig eingestellt werden könnte. Grossabnehmer war bisher die französische Armee, die die Rafale unter anderem in Libyen einsetzte.

Indien will seine Luftwaffen modernisieren und hat dafür im April vergangenen Jahres aus mehreren Angeboten den Eurofighter Typhoon und die Rafale in die engere Auswahl genommen. Die bereits vorher ausgeschiedenen Mitbewerber waren die F/A-18 Super Hornet von Boeing, die F-16 von Lockheed Martin (beide USA), die russische MiG-35 von United Aircraft Corp. und die Gripen des schwedischen Herstellers Saab.

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