Rückrufaktion in Grossbritannien

In Schmerzmittel-Packung könnte Schizophrenie-Medikament sein

Hersteller Reckitt Benckiser muss sein Schmerzmittel Nurofen Plus zurückrufen (Archiv)

Hersteller Reckitt Benckiser muss sein Schmerzmittel Nurofen Plus zurückrufen (Archiv)

Der Pharmahersteller Reckitt Benckiser hat in Grossbritannien eine Rückrufaktion für sein Schmerzmittel Nurofen Plus gestartet. Grund ist, dass in einigen Packungen anstelle des Schmerzmittels das Schizophrenie-Medikament Seroquel sein könnte.

Es handle sich vermutlich um einen Sabotageakt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. "Wir arbeiten mit der Polizei bei den Ermittlungen zusammen, um die Person zu finden, die dafür verantwortlich ist", hiess es. Die Rückrufaktion sei auf Grossbritannien beschränkt.

Wie es zu den potenziell gefährlichen Umverpackungen kommen konnte, war zunächst nicht klar. Eine Packung mit vertauschtem Inhalt sei in Nordirland entdeckt worden, berichtete die BBC am Samstag. Hier sei das kodeinhaltige Schmerzmittel mit einem Epilepsie-Medikament vertauscht worden. Im Raum London seien vier Packungen mit dem Schizophrenie-Medikament gefunden worden.

Müdigkeit möglich

Gesundheitsexperten erklärten, die versehentliche Einnahme von Seroquel durch eine gesunde Person werde wahrscheinlich keine andere Wirkung als Müdigkeit hervorrufen. Menschen mit Gesundheitsproblemen sollten aber auf jeden Fall einen Arzt oder Apotheker konsultieren, sollten sie statt des Schmerzmittels das Psychopharmakon eingenommen haben.

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