Der neue Rückruf betrifft die Sienna-Minivans von 1998 bis 2010. Bei Autos, die in kälteren Gebieten mit starkem Streusalz-Einsatz gefahren werden, könne die Reserverad-Halterung durchrosten und das Reserverad vom Wagen fallen, liess Toyota wissen.

Toyota forderte die Fahrzeugbesitzer in entsprechenden Gegenden auf, ihre Autos zur Inspektion in die örtlichen Werkstätten zu bringen. In den USA sind 600'000 Fahrzeuge der ersten und zweiten Sienna-Generation betroffen, in Kanada sind es 270'000.

In den vergangenen Monaten musste der weltgrösste Auto-Konzern wegen klemmender Gaspedale, rutschender Fussmatten und kurzzeitig aussetzender Bremsen weltweit rund 8,5 Millionen Fahrzeuge zurückrufen.

Einen Tag vor der neuen Rückruf-Aktion hatte Toyota bekanntgegeben, die Geländewagen GX 460 seiner Nobelmarke Lexus aus dem Verkauf zu nehmen. Ein einflussreiches US-Magazin hatte zuvor gewarnt, der Wagen könne in Extremsituationen umkippen.

Toyota wiederholte die gefahrenen Ausweichtests und kam zu den gleichen Ergebnissen. Nun arbeitet der Konzern fieberhaft an einer Lösung. Zu Unfällen ist es nach Angaben von Toyota bislang nicht gekommen, auch die US-Behörde für Verkehrssicherheit hat keinerlei Beschwerden vorliegen.

Angesichts der Negativschlagzeilen der vergangenen Monate überprüft Toyota nun auch alle anderen Geländewagen. Die Fahrzeuge haben einen hohen Schwerpunkt, was sie anfälliger fürs Umkippen macht. Im Normalfall hält das serienmässige elektronische Stabilitätsprogramm die Autos aber im Zaum.