Euro-Zone

In Estland tauchen die ersten gefälschten Euros auf

Ein falscher (l.) und ein echter 50-Euro-Schein unter einem UV-Lichtgerät (Symbolbild, Archiv)

Ein falscher (l.) und ein echter 50-Euro-Schein unter einem UV-Lichtgerät (Symbolbild, Archiv)

Estland hat den Euro - und nun auch die ersten Fälschungen. Kriminelle machten sich laut Medienberichten die Unvertrautheit der Esten mit der neuen Währung zunutze und brachten nach deren Einführung zum 1. Januar die ersten gefälschten Scheine in Umlauf.

In Tallinn, der Hauptstadt des baltischen Landes, seien demnach falsche 20-Euro-Scheine aufgetaucht, anderswo gerieten falsche Fünfzig-Euro-Scheine in Umlauf.

Die Fünfzig-Euro-Scheine sind die häufigsten Blüten in der Eurozone. Ihr Anteil lag im ersten Halbjahr 2010 nach Angaben der Europäischen Zentralbank bei fast 43 Prozent, in Deutschland sogar bei zwei Dritteln. Insgesamt tauchten in dem Zeitraum in den 16 - mit Estland sind es nun 17 - Euroländern 387'000 gefälschte Banknoten auf.

Ungewöhnliche Vorkehrungen traf am Mittwoch die städtische Sozialbehörde in Tallinn: Sie bereitet warme Mahlzeiten für ärmere Esten vor, die sich während der ersten Woche mit der neuen Währung verkalkuliert und ihr Lebensmittelbudget bereits ausgeschöpft haben.

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