Personenfreizügigkeit

Immer mehr Deutsche arbeiten in Schweizer Bundesbetrieben

Bei den SBB stehen heute Personenverkehr 27 Deutsche im Führerstand (Symbolbild)

Bei den SBB stehen heute Personenverkehr 27 Deutsche im Führerstand (Symbolbild)

Die Personenfreizügigkeit zeigt jetzt auch Auswirkungen auf Schweizer Staatsbetriebe. Die Zahl der Deutschen hat sich in den letzten Jahren zum Teil vervierfacht. Das zeigt eine Umfrage der Zeitung «Der Sonntag».

Bei der Schweizerischen Post stieg die Zahl der Deutschen in den letzten fünf Jahren von 237 auf 683. Das entspricht einer Zunahme um 188 Prozent. Am meisten deutsche Staatsbürger gibt es bei den Briefträgern (248), bei PostLogistics und Postfinance. 44 Deutsche sitzen hinter dem Steuer eines Postautos.

Bei den SBB stehen heute Personenverkehr 27 Deutsche im Führerstand. Hinzu kommen 100 deutsche Lokführer bei SBB Cargo. Bei den SBB-Billettkontrolleuren hat sich die Zahl der Deutschen von 28 auf 113 vervierfacht - gerechnet auf den gesamten Mitarbeiterbestand in diesem Bereich entspricht das einer Deutschen-Quote von 5.5 Prozent. Sogar in der Bundesverwaltung mit der gelebten Dreisprachigkeit legen die Deutschen zu.

Seit Einführung der Personenfreizügigkeit stieg ihre Zahl von 198 auf 476 - eine Zunahme um 140 Prozent. Trotz dieser Zunahme sind die Deutschen-Quoten in der Privatwirtschaft höher. «Viele meinen, man brauche einen Schweizer Pass, um bei der Bundesverwaltung arbeiten zu können», sagt Anand Jagtap vom Eidgenössischen Personalamt: «Wir bekommen immer wieder entsprechende Anfragen.» Für einen Job beim Bund müsse man aber nicht Schweizer sein. Ausnahme seien die Bundespolizei und gewisse militärischen Einrichtungen.

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