Immelt bleibt noch bis Ende des Jahres Präsident des Verwaltungsrates, bis Flannery auch diesen Posten übernimmt. Der Wechsel an der Führungsspitze sei das Ergebnis des seit einigen Jahren verfolgten Nachfolgeplan des Konzerns, teilte das Unternehmen am Montag in Boston mit.

Immelt führte den Industrieriesen seit knapp 16 Jahren. In seine Amtszeit fiel die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise, die GE stark belastet hatte. Nach dieser Erfahrung hatte er die weitgehende Trennung von der Finanzsparte beschlossen und vorangetrieben.

Er habe das Unternehmen umgebaut und auf die Weltmärkte ausgerichtet, lobte Flannery. Immelt stand allerdings bei Investoren insbesondere wegen der schwachen Aktienkursentwicklung der jüngeren Zeit in der Kritik. Seit Beginn des Jahres verlor das Papier von GE gut 12 Prozent an Wert.

Druck von Investoren

Im März hatte Immelt auf Druck von Investoren dem Konzern neue Ziele im Industriegeschäft verordnet und die Gehälter im Top-Management stärker an den Geschäftserfolg geknüpft.

Sein Nachfolger Flannery begann seine Karriere bei GE im Jahr 1987. Unter seiner Führung erzielte die GE-Gesundheitssparte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwas über 18 Milliarden Dollar.

Erst im März kündigte Flannery neue Expansionsmassnahmen für die Sparte in Deutschland an. Eine Abspaltung des Geschäfts mit anschliessendem Börsengang, so wie es für die Siemens-Sparte Healthineers geplant ist, schliesst er jedoch aus.