Arbeitsmarkt

ILO rechnet mit einer Arbeitslosenquote von bis zu 7,4 Prozent

ILO-Direktor Juan Somavia

ILO-Direktor Juan Somavia

Die Lage auf den weltweiten Arbeitsmärkten dürfte sich laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) weiter verschlechtern. Im laufenden Jahr rechnet die ILO mit bis zu 239 Millionen Arbeitslosen, was einer Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent entspricht.

Damit gäbe es 39 bis 59 Millionen Arbeitslose mehr als im Jahr zuvor. "Dies ist höchst beunruhigend. Wir benötigen eine weltweite Arbeitsinitiative, um die Effekte dieser Krise zu mildern", erklärte ILO-Direktor Juan Somavia bei der Präsentation der Zahlen in Genf.

Die Prognose der ILO zur Arbeitslosenquote umfasst eine Spanne von 6,5 bis 7,4 Prozent; dies entspricht 210 bis 239 Millionen Arbeitslosen. 2007 hatte die Quote 5,7 Prozent betragen, 2008 waren es 6,0 Prozent (189 Millionen Arbeitslose).

Neue Stellen würden so wenige geschaffen wie noch nie seit 1991, schreibt das ILO weiter. Die Stellenzahl dürfte um maximal 1 Prozent steigen, während 45 Millionen junge Menschen auf den Arbeitsmarkt drängten (+1,6 Prozent). Bis zu 200 Millionen Arbeiter mehr als bislang laufen Gefahr, mit weniger als 2 Dollar pro Tag überleben zu müssen.

Besserung ist laut Somavia nicht in Sicht. Die Krise auf dem Arbeitsmarkt könnte mehrere Jahre dauern, auch für den Fall, dass sich die Weltwirtschaft ab 2010 erholt. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt setzte in der Regel erst viel später ein.

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