Im 2007 hatte die Quote in diesen entwickelten Industrieländern erst 5,7 Prozent und 2008 6,0 Prozent betragen. Obwohl die Staaten nur 16 Prozent der weltweiten Arbeitskräfte stellen, trugen sie 40 Prozent zum weltweiten Anstieg der Arbeitslosigkeit seit 2007 bei.

Bereits im letzten Jahr erreichte die Zahl der Arbeitslosen weltweit einen Rekordwert: Nach der Zählweise der UNO-Organisation waren 212 Millionen Menschen betroffen - 34 Millionen mehr als 2007. Dies entspreche einer Quote von 6,6 Prozent, heisst es in dem Bericht.

Rasch ist keine Besserung in Sicht: Die ILO sagt für 2010 eine stabile weltweite Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent voraus, basierend auf der Konjunkturprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Wenn die IWF-Prognose (Wirtschaftswachstum von rund +3%) sich als zu optimistisch erweist, würden auf dem Arbeitsmarkt die Folgen direkt zu spüren sein, wie es heisst. Umgekehrt ist dies nicht der Fall: Eine stärkeres Wachstum würde nicht unbedingt zu mehr Stellen führen, weil die Firmen zuerst die Kurzarbeit in ihren Betrieben aufheben würden.

Junge Menschen seien besonders stark von der schwierigen Arbeitsmarktlage betroffen, betonte die ILO. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe schätzt sie für 2009 auf 13,4 Prozent; 1,6 Prozentpunkte mehr als 2008.

"Angesichts der 45 Millionen jungen Männer und Frauen, welche jedes Jahr weltweit ihr Erwerbsleben aufnehmen, müssen die staatlichen Massnahmen zur Schaffung von neuen Stellen für diese Jungen führen", sagte ILO-Direktor Juan Somavia. Er warnte vor einem Wirtschaftsaufschwung ohne Stellenwachstum.