Flugverkehr

Illegale Arbeitsverträge: Billigflieger Easyjet verurteilt

Billigflieger Easyjet muss Busse zahlen

Billigflieger Easyjet muss Busse zahlen

Der britische Billigflieger Easyjet wurde in Frankreich wegen illegalen Arbeitsverträgen verurteilt. Ein Gericht in Créteil bei Paris verdonnerte die Fluglinie dazu, dem französischen Arbeitsamt 1,4 Millionen Euro nachzuzahlen.

Zudem wurde die Airline mit einer Geldbusse von 150'000 Euro belegt. Dem Unternehmen wird zur Last gelegt, 170 Mitarbeiter am Pariser Flughafen Orly unzulässigerweise mit britischen Arbeitsverträgen beschäftigt zu haben.

Dadurch sparte Easyjet Sozialabgaben und Krankenversicherungsbeträge in Frankreich. Das Unternehmen schloss nicht aus, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

Demnach muss Easyjet auch zwei Pilotengewerkschaften und einem Flugkapitän, die als Nebenkläger aufgetreten waren, insgesamt 100'000 Euro an Schadensersatz überweisen. Der Antrag der französischen Rentenkasse auf eine Entschädigung in Höhe von acht Millionen Euro wurde hingegen abgewiesen.

In Deutschland streitet sich Easyjet mit der Gewerkschaft Verdi um einen Mitbestimmungsvertrag nach deutschen Regelungen für die 300 Easyjet-Beschäftigten in Berlin-Schönefeld. Auch hier beruft sich Easyjet darauf, dass die Mitarbeiter mit britischem Vertrag bei einem britischen Arbeitgeber beschäftigt seien.

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