Das Minus lag bei 1,13 Mrd. Euro nach einem Gewinn von 160 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Allein auf Immobilienkredite mussten 1,05 Mrd. Euro abgeschrieben werden, wie die HRE mitteilte. Weitere 29 Mio. Euro Wertberichtigungen entfielen auf Infrastruktur- und Staatsfinanzierungen.

Die Kernkapitalquote - ein wichtiger Massstab für die finanzielle Stärke einer Bank - lag Ende Juni bei sehr tiefen 6,9 Prozent. Ende 2008 waren es noch 3,4 Prozent.

Die Bank ist mittlerweile mehrheitlich in Staatsbesitz. Sie soll in den kommenden Jahren saniert und anschliessend reprivatisiert werden. Vorstandschef Axel Wieandt will die HRE zu einer Spezialbank für Immobilien- und Staatsfinanzierung schrumpfen.

Insbesondere das zweite Quartal von April bis Juni habe die HRE mit einem Verlust von 750 Mio. Euro belastet, hiess es. Dennoch habe das Institut "wichtige Fortschritte" bei seiner Neuausrichtung gemacht und bereits 15 von 26 zu schliessenden Filialen abgewickelt.

Hoffnungen auf eine schnelle Besserung der Lage verpasste Wieandt allerdings einen Dämpfer. Die HRE rechnet weiter mit hohen Belastungen, womit die Bank auch in Zukunft in den roten Zahlen bleiben dürfte. "Wir gehen nicht davon aus, dass wir vor 2012 wieder in die Gewinnzone zurückkehren werden", sagte Wieandt.

Im Herbst musste die HRE nach Fehlspekulationen der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa gerettet werden. Hilfen vom Staat und Banken über 100 Mrd. Euro halten die HRE künstlich am Leben.