Actares führe Gespräche mit Institutionen wie Pensionskassen, sagte der Direktor der Organisation, Roby Tschopp. Je mehr Zeit aber verstreiche, desto schwieriger werde eine Klage, sagte er gegenüber Nachrichtenagentur SDA: "Wir denken realistisch, verlieren aber nicht die Hoffnung."

Actares trommelt zusammen mit dem Brüsseler Investorendienstleister Deminor seit Ende Juni unzufriedene UBS-Aktionäre zusammen, um die ziemlich sicher hohen Kosten für eine Klage decken zu können. Eine erste Frist, die sie sich bis zum 15. August gesetzt hatten, verstrich wegen mangelnder Unterstützung durch institutionelle Anleger ohne Ergebnis.

Nun setzt sich die Organisation eine neue Frist bis zum 15. September, um die grösseren Anleger doch noch ins Boot zu holen. Die Zeit drängt: Nachdem die UBS-Aktionäre an der Generalversammlung im April der Bank-Führung für 2008 und 2009 die Entlastung ("Décharge") erteilt hatten, müssten die Aktonäre bis zum 15. Oktober handeln.

"Falls wir keinen Erfolg haben, überlegen wir uns, auf Basis des Jahres 2007 zu handeln", sagte Tschopp. Für jenes Jahr, das der UBS die ersten Milliardenverluste wegen der US-Hypothekenkrise einbrockte, haben die obersten Verantwortlichen im April keine Décharge erhalten. Damals war Marcel Ospel oberster Chef der UBS.

Actares erhofft sich Erfolge durch Kontakte zu Zürcher Rechtsanwälten, die sich für UBS-Aktionäre engagieren und will auch weiter mit dem heutigen UBS-Verwaltungsrat das Gespräch suchen. "Wir haben Anzeichen, dass die Verwaltungsräte mit uns sprechen wollen", sagte Tschopp.