Nach einem "erfolgreichen Start" in das Jahr will das Unternehmen seinen Umsatz von zuletzt 1,73 Mrd. Euro währungsbereinigt um mindestens zwölf Prozent steigern. Bei einer weiteren Verbesserung der Rohertragsmarge solle der operative Gewinn (Ebitda) von 350 Mio. Euro ohne Berücksichtigung von Sondereffekten um mindestens 15 Prozent zulegen.

Auch für die Aktionäre soll sich die starke Gewinnentwicklung im Unternehmen auszahlen. Der vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Modehersteller will mit 2,02 Euro je Stammaktie und 2,03 Euro je Vorzugsaktie die Dividende gegenüber dem Krisenjahr 2009 mehr als verdoppeln.

70 neue Filialen geplant

Alle Regionen und Vertriebskanäle sollen in diesem Jahr zum Wachstum beitragen. Dabei setzt der Modekonzern auch auf China, wo steigende Einkommen die Nachfrage nach teurer Mode aus dem Westen beflügelt. Unlängst hiess es beispielsweise beim Luxusgüter-Hersteller LVMH, chinesische Kunden seien regelrecht vernarrt in die Marke Louis Vuitton. Zu den grösseren Rivalen von Hugo Boss zählen Ralph Lauren, Bogner oder Marc O' Polo.

Lahrs zufolge soll das Filialnetz weiter ausgebaut werden. So sollen in diesem Jahr 70 neue Geschäfte eröffnet werden. Wie andere Modehersteller verkauft auch Boss immer mehr Anzüge, Kleider und Freizeit-Mode über eigene Läden. Das ist zwar lukrativer als die Geschäfte über den Grosshandel, es birgt aber auch mehr Risiko. Ende 2010 hatte Boss 537 eigene Läden, nach 438 ein Jahr zuvor.

Im vergangenen Jahr hatte der Modekonzern mit einem um 82 Prozent auf 189 Mio. Euro gestiegenen Überschuss den bisher höchsten Konzerngewinn erzielt.