Nahrungsmittel

Hügli von Rohstoffpreisen und Frankenstärke ausgebremst

Vom starken Franken gebremst: Lebensmittelhersteller Hügli (Archiv)

Vom starken Franken gebremst: Lebensmittelhersteller Hügli (Archiv)

Hohe Rohstoffpreise und der starke Franken haben den Lebensmittelhersteller Hügli 2011 gebremst. Der Umsatz sank um 10,8 Prozent auf 332 Mio. Franken. Darin schlugen sich hohe Umrechnungsverluste von 33 Mio. Fr. nieder.

Dieser Effekt wurde aber durch die Tatsache gemildert, dass Hügli meist auch in den Währungsregionen, in denen die negativen Effekte anfallen, produziert. Damit sinken auch die Kosten in ähnlicher Grössenordnung und die Auswirkungen auf die Rentabilität halten sich in Grenzen, wie Hügli am Freitag mitteilte.

Neben den Währungsverlusten beeinflusste auch die Devestition einer Produktionslinie den Umsatz mit 12 Mio. Fr. negativ. Organisch betrug das Wachstum moderate 1,4 Prozent. Mengenmässig setzte das Unternehmen mit 0,3 Prozent leicht mehr um als im Vorjahr,

Die hohen Rohstoffpreise konnte die Firma nur teilweise und verzögert als Preiserhöhungen um 1,1 Prozent weitergeben. Das belastete die Bruttomarge.

Zweite Jahreshälfte besser

Nach einem verhaltenen ersten Halbjahr mit einem Umsatzwachstum von 0,1 Prozent in Lokalwährungen gelang die zweite Jahreshälfte besser. Hügli konnte den Umsatz um 2,6 Prozent steigern, hatte aber 4 Prozent erwartet. Das wirtschaftliche Umfeld belastete das grösste Segment Food Service, in dem namentlich die Gastronomie in Europa zu kämpfen hatte.

Im grössten Markt Deutschland sank der Umsatz um 9,8 Prozent auf 175 Mio. Franken. Den grössten Rückschlag verzeichnete Hügli in Osteuropa, wo der Umsatz um über einen Viertel einbrach.

Aufgrund des geschwundenen Umsatzes und der höheren Rohstoffpreise erwartet Hügli 2011 eine EBIT-Marge zwischen 8 und 9 Prozent. Das liege zwar im Zielkorridor, aber klar unter dem Spitzenwert von 10,2 Prozent im Vorjahr, teilte das Unternehmen mit.

Für 2012 zeigt sich Hügli verhalten optimistisch. Die auf hohem Niveau stabilisierten Rohstoffpreise dürften die Bruttomarge erneut belasten. Der Umsatz dürfte organisch um 4 bis 5 Prozent wachsen. Detaillierte Informationen zum Geschäftsjahr 2011 und die Umsatzzahlen des ersten Quartals 2012 veröffentlicht Hügli am 12. April.

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