Hintergrund sei ein fehlgeschlagener Deal mit der isländischen Kaupthing-Bank nach einem Fehler eines Nordbank-Mitarbeiters. Dem Bericht zufolge hatte ein Händler der Filiale in Kopenhagen am 6. Oktober 2008 einen Währungstausch mit der schlingernden isländischen Bank in Höhe von 30 Mio. Dollar vereinbart.

Die HSH Nordbank überwies die Summe in Franken. Als die Kaupthing-Bank den Gegenwert wenige Tage später in Dollar überweisen sollte, war sie aber bereits zahlungsunfähig. Die HSH musste 20 Mio. Euro abschreiben.

Bereits am 2. Oktober 2008 hatte die Bank allerdings einen Handelsstopp mit Island verhängt. Der inzwischen entlassene Banker behauptete später, er habe eine Ausnahmegenehmigung gehabt. Belege existieren nicht mehr.

Eine HSH-Sprecherin bestätigte den Deal: "Der Händler hat sich nicht an den Handelsstopp gehalten." Die Dokumentationspflicht sei inzwischen verbessert worden. Die HSH Nordbank ist die fünftgrösste deutsche Landesbank.