Holzwirtschaft

Holzvorräte im Schweizer Wald werden wenig genutzt

Nach Ansicht des Branchenverband wird das Holz des Schweizer Waldes zu wenig genutzt

Nach Ansicht des Branchenverband wird das Holz des Schweizer Waldes zu wenig genutzt

Die grossen Holzvorräte im Schweizer Wald werden zu wenig genutzt. Gerade die Ernte der wichtigsten Holzart, der Fichte, liegt auf tiefem Niveau. Die Task Force Wald, Holz und Energie läutete am Freitag an der ersten Rohholztagung in Bern die Alarmglocke.

Die Waldbesitzer und Rohholzverbraucher müssten zusammenstehen, teilten die beteiligten Verbände unter Federführung von Holzindustrie Schweiz in einem Communiqué mit. Sie müssten sich für eine verstärkte Holznutzung einsetzen. Die Versorgungslage sei derzeit entspannt, Engpässe zeichneten sich aber ab.

Grund zu dem Appell bildet die seit Jahren zurückgehende Holzernte. Den Angaben zufolge ist das Rundholzangebot besonders bei der Fichte auf besorgniserregend tiefem Niveau. Die Nadelholzernte ging von 2004 bis 2011 um rund ein Fünftel zurück.

Die Entwicklung ist auf eine sinkende Ernteintensität zurückzuführen und auf die laufend abnehmende bewirtschaftete Waldfläche.

«Naturschutz übergewichtet»

Nationalrat und Sägereibesitzer Jean-François Rime (SVP/FR) machte die politischen Rahmenbedingungen für den rückläufigen Holzeinschlag verantwortlich. Die massive Übergewichtung des Naturschutzes verhindere eine nachhaltige Nutzung. Problematisch sei auch die starke Förderung von Laub- zulasten des stärker nachgefragten Nadelholzes.

Hansruedi Streiff, Direktor des Verbands Holzindustrie Schweiz, wies auf die schwindende Fläche an bewirtschaftetem Wald hin. Nur noch 48 Prozent der Waldfläche seien bewirtschafteter Nadelwald. Waldreservate dürften keinesfalls weiter ausgedehnt werden.

Vertreter von Holzenergie-Firmen und der Papierindustrie unterstrichen, die Versorgungssicherheit beim einheimischen Rohstoff Holz sei nicht ausreichend.

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