Holzhäuser sind sehr begehrt

Thomas Burgherr (47) aus Wiliberg führt die Moosersäge seit zwei Jahren. Der eidg. diplomierte Zimmermeister ist seit 1997 Grossrat. (Bild: nr)

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Thomas Burgherr (47) aus Wiliberg führt die Moosersäge seit zwei Jahren. Der eidg. diplomierte Zimmermeister ist seit 1997 Grossrat. (Bild: nr)

Die Familie Burgherr betreibt seit 143 Jahren eine Zimmerei und Sägerei im Weiler Hintermoos. Thomas Burgherr führt den Betrieb bereits in fünfter Generation. Auf Ende Jahr wird der Sägereibetrieb umstrukturiert.

Nadia Rambaldi

«Die Zimmerei war schon immer unser Hauptgeschäft», erklärt Thomas Burgherr. Ab nächstem Jahr möchte das Holzbauunternehmen Burgherr Moosersäge AG den Bereich der Zimmerei weiter ausbauen. Die Sägerei, wie sie heute besteht, wird umstrukturiert. Als Hauptgrund gibt Burgherr die zunehmende Nachfrage nach Elementbauten an: «Holzhäuser werden immer beliebter und sind heute dank verbesserten Technologien qualitativ den normalen Häusern ebenbürtig» erklärt Burgherr.

Holzbauelemente brauchen Platz

Das Unternehmen will in Zukunft neben den konventionellen Holzbauarbeiten vermehrt solche Holzhäuser produzieren. «Das Produzieren und Lagern dieser Holzbauelemente braucht viel Platz, was eine grössere Werkhalle und grössere Zufahrtswege bedingt. Mit der Verkleinerung der Sägerei wird Platz frei für die Zimmerei. Das Baugesuch wird noch diesen Monat eingereicht.» Für die Kunden ändere sich mit der Umstrukturierung nichts. Das Rundholz werde weiterhin ausschliesslich aus den umliegenden Gemeinden bezogen.
Der Weiler Hintermoos gab der Sägerei «Moosersäge» den Namen. Seit 1866 verarbeitet die Familie Burgherr an der Uerke Holz. Die Uerke versorgte die Sägerei lange Zeit mit Energie. Durch einen Kanal wurde Wasser durch den Betrieb geleitet und mit einer Turbine Strom gewonnen. Noch heute fliesst ein unterirdischer Kanal durch das Gelände der Burgherr Moosersäge AG. Die Turbine ist seit 60 Jahren nicht mehr in Betrieb. Mit dem Ausbau der neuen Werkhalle Ende dieses Jahres möchte Thomas Burgherr die Turbine aus ideellen Gründen wieder in Betrieb nehmen.

Betrieb auf Kantonsgrenze

Die Moosersäge beschäftigt 15 Mitarbeiter, inklusive eines Betriebsleiters und dreier Lehrlinge. «Die Lehrstellen in der Zimmerei sind beliebt, für nächstes Jahr sind schon vier Bewerbungen eingegangen», sagt Burgherr. Die Moosersäge liegt auf Luzerner Boden, die Uerke bildet die Kantonsgrenze. Ein Holzlager der Sägerei, rechts der Uerke, steht schon auf Aargauer Boden.

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