Der Verwaltungsrat habe beschlossen, dass die Fusionsvereinbarung nicht in ihrer heutigen Form weiterverfolgt werden könne, teilte Holcim am Montag mit. Das Unternehmen habe deshalb vorgeschlagen Neuverhandlungen über das Aktien-Austauschverhältnis und Führungsfragen aufzunehmen.

Lafarge seinerseits teilte mit, dass der Verwaltungsrat bereit sei, die Möglichkeit einer Anpassung des Aktien-Austauschverhältnisses zu prüfen. Andere Anpassungen an den Fusionsvereinbarungen werde Lafarge dagegen nicht akzeptieren.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtet, dass Holcim eine Besserstellung verlangt. Statt des bisher geplanten Aktien-Austauschverhältnisses von eins zu eins sollen die Lafarge-Aktionäre nur noch 0,875 Titel von Holcim erhalten. Zudem fordert Holcim eine andere Zusammensetzung des Managements der neuen Firma.