Der um die Kosten der Fusion mit Lafarge bereinigte Betriebsgewinn soll im nächsten Jahr auf vergleichbarer Basis auf 2,7 bis 2,9 Mrd. Franken steigen, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens zum Investoren- und Analystentag vom Dienstag. Zum Vergleich: 2013 hatte Holcim einen Betriebsgewinn von 2,4 Mrd. Franken erreicht, für das laufende Jahr verspricht das Unternehmen eine leichte Steigerung.

Um dieses Ziel zu erreichen, plane Holcim, "den Fokus auf die Wertschöpfung aus den bestehenden Produktionsstandorten zu legen", schreibt das Unternehmen. Konkret heisst das, dass der Zementhersteller die Kosten weiter senken und die Auslastung der Werke erhöhen will.

Bei den Kosten wird das Messer gleich an zwei Stellen angesetzt. So soll einerseits das 2012 gestartete Spar- und Effizienzsteigerungsprogramm "Holcim Leadership Journey" auch im nächsten Jahr weitergeführt werden. Laut Holcim habe es sich nämlich als sehr erfolgreich erwiesen. Bereits vor Ablauf habe das Programm die jährlichen Kosten um 1,7 Mrd. Franken gesenkt. Angestrebt wurde ursprünglich ein Sparbeitrag von 1,5 Mrd. Franken.

Andererseits senkt der Zementhersteller im nächsten Jahr die Investitionen auf 1,5 Mrd. Franken. 2013 wurden noch 2,0 Mrd. Franken in die Erneuerung und in neue Werke investiert. Holcim begründet diese Senkung der Investitionen mit der Kapazität der bereits bestehenden Produktionswerke.

Diese sei ausreichend, auch wenn die Nachfrage wie erhofft ansteige. Eine höhere Auslastung habe zudem einen positiven Effekt auf die Marge. 2013 erreichte Holcim eine Auslastung der Werke von 67 Prozent. Angestrebt wird neu ein Prozentsatz zwischen 75 und 85 Prozent.

Fusion mit Lafarge auf Kurs

Wie bereits bei der Präsentation der Quartalszahlen Anfang November verkündet, teilte Holcim am Dienstag mit, dass die Fusion mit Lafarge im geplanten Zeitplan liege. Die laufenden wettbewerbsrechtlichen Prüfungen in den einzelnen Ländern und Regionen sollen im Februar 2015 abgeschlossen sein. Derzeit lägen bereits die wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen aus sieben Ländern vor.

Auch der Prozess des geplanten Verkaufs von Unternehmensteilen sei auf gutem Wege, heisst es weiter. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen an den betroffenen europäischen Standorten hätten "auf eine gemeinschaftliche Art und Weise" begonnen. Der Abschluss der geplanten Fusion wird weiterhin im Verlauf des ersten Semesters 2015 erwartet.