Zementindustrie

Holcim und Lafarge treiben Verkauf von Unternehmensteilen voran

Holcims VRP Rolf Soiron (links) und Lafarge-CEO Bruno Lafont

Holcims VRP Rolf Soiron (links) und Lafarge-CEO Bruno Lafont

Die Zement-Hersteller Holcim und Lafarge machen im Hinblick auf ihre Fusion vorwärts. Am Montag gaben sie bekannt, welche Unternehmensteile aus Wettbewerbsgründen verkauft werden müssen. Die meisten Verkäufe gibt es in Europa, wo die Überlappungen gross sind.

Konkret trennt sich Holcim von seinem Geschäft in Frankreich, Serbien sowie von den operativen Aktiven in Ungarn, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heisst. Im Gegenzug stösst Lafarge sein Geschäft in Deutschland, Rumänien und La Réunion ab. Hinzukommt die Zementfabrik im österreichischen Mannersdorf, sowie Lafarges Tarmac Aktiven in Grossbritannien.

Ausserhalb von Europa wird Holcim sich aus Kanada und Mauritius zurückziehen. Auf den Philippinen wollen die beiden Konzerne die Zusammenführung ihrer Geschäftsaktivitäten prüfen.

Noch keine Details gaben Holcim und Lafarge für ihre Geschäfte in Brasilien bekannt. Der brasilianischen Wettbewerbsbehörde werde demnächst eine Liste vorgesehener Verkäufe vorgelegt werden, heisst es weiter.

In der Ankündigung wird ein grosser Teil der Veräusserungen kommuniziert. Beide Gruppen werden aber prüfen, ob zusätzliche Desinvestitionen aufgrund von Überlappungen notwendig sind.

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