Der so genannte betriebliche EBITDA (operativer Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen) knickte um 13,2 Prozent auf 4,63 Mrd. Fr. ein, wie Holcim mitteilte. Unter dem Strich verdiente der zweitgrösste Zementkonzern der Welt nach der französischen Lafarge 1,471 Mrd. Franken. Das sind 17,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Bauwirtschaft habe namentlich in Europa und Nordamerika Einbrüche verkraften müssten, teilte Holcim weiter mit: "Besonders schwierig war die Lage in den USA, in Grossbritannien und Spanien. Aber auch in Ost- und Südosteuropa sowie Russland war die Baurezession heftig."

Besser sei die Lage in Asien und zu einem guten Teil auch in Lateinamerika und Afrika gewesen. Hier hätten viele Länder den Wachstumskurs gehalten, allen voran Indien und China. Dies habe sich für Holcim ausgezahlt, da der Konzern so stark in den Schwellenländern vertreten sei wie kein anderer Baustoffhersteller.

Um die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu mildern, trat Holcim hart auf die Kostenbremse. "Das Ziel, die Abläufe und Strukturen zu verschlanken und die Fixkosten um mindestens 600 Mio. Fr. zu senken, wurde auf vergleichbarer Basis um 857 Mio. Fr. deutlich übertroffen", schreibt Holcim.

In diesem Jahr plant Holcim jedoch keinen weiteren grossen Abbau. "Ich sehe keine Notwendigkeit, dass stärkere Restrukturierungsmassnahmen getroffen werden müssten", sagte Holcim-Chef Markus Akermann.

Es werde da und dort Anpassungsmassnahmen geben, sagte Akermann. "Aber zum grössten Teil ist die Arbeit getan." Holcim gehe nicht davon aus, weitere Werke in Europa stillzulegen.