Coronavirus

Hofläden-Boom flacht seit Ende des Lockdowns ab

Kunden im Hofladen Schillingsrainhof in Liestal.

Kunden im Hofladen Schillingsrainhof in Liestal.

Während des Lockdowns kauften Schweizer anders ein. Jetzt kehrt die Normalität zurück.

Die Coronapandemie hat das Einkaufsverhalten in der Schweiz zeitweise ziemlich auf den Kopf gestellt: Die Rückkehr des Wocheneinkaufs, der Siegeszug des Onlineshoppings oder der regelmässige Gang zum Quartier- oder Hofladen sind nur einige Beispiele. Doch wie nachhaltig sind die Phänomene? Diese Frage wurde schon während des Lockdowns häufig gestellt. Jetzt gibt es erste Antworten. Während sich Experten einig sind, dass der Onlinehandel weiter zunehmen wird, zeichnet sich bei der Nachfrage nach Hofläden ein Rückgang ab.

Wie der Schweizer Bauernverband (SBV) auf Anfrage schreibt, flacht die Zahl der Kundinnen und Kunden in den Hofläden seit den Lockerungsmassnahmen im Mai kontinuierlich ab. Rückmeldungen von Landwirtinnen und Landwirten zufolge lässt sich jedoch sagen, dass sich die Nachfrage auf einem leicht höheren Niveau als vor dem Ausbruch der Coronapandemie eingependelt hat.

Jeder vierte Betrieb verkauft Produkte selbst

Der grosse Hofladen-Boom scheint also vorbei zu sein, Schweizerinnen und Schweizer nehmen vermehrt wieder mit dem Supermarkt vorlieb. Dennoch dürften zahlreiche Bauern von den Erfahrungen mit der Direktvermarktung profitiert haben. Nach Schätzungen des Bauernverbands verkauft mittlerweile jeder vierte Betrieb seine Produkte selbst. Auf diese Weise seien Bauern näher am Markt und könnten besser auf Kundenbedürfnisse eingehen. Zudem erhöhe sich für sie durch den direkten Verkauf die Wertschöpfung.

Autor

Gabriela Jordan

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