Hörgeräte

Hörgerätehersteller Sonova mit Rekordumsatz im ersten Halbjahr

Der Hörgerätehersteller Sonova ist weltweiter Marktführer

Der Hörgerätehersteller Sonova ist weltweiter Marktführer

Sonova setzt die Rekordjagd fort: Der Hörgerätehersteller aus Stäfa ZH hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2010/11 soviel umgesetzt und verdient wie noch nie zuvor. Auch die Zukunft sieht gut aus: Für das Gesamtjahr peilt Sonova ein weiteres Spitzenergebnis an.

Der Umsatz sei im ersten Halbjahr 2010/11 (per Ende September) um 17,2 Prozent auf 831,5 Mio. Fr. gestiegen, teilte der grösste Hörgerätehersteller der Welt am Dienstag mit. Der bedeutendste Teil des Wachstums stammte von Akquisitionen. Sonova hatte vor knapp einem Jahr die beiden US-Firmen Insound Medical und Advanced Bionics übernommen.

Aus eigener Kraft habe Sonova um 8,2 Prozent zugelegt. Damit sei man doppelt so schnell gewachsen, wie der Hörgerätemarkt, der bei den Stückzahlen um 4 bis 5 Prozent expandiert haben dürfte, sagte Sonova-Chef Valentin Chapero vor den Medien in Stäfa.

Gewinn belastet

Weniger fulminant entwickelten sich die Gewinnzahlen: Der Betriebsgewinn vor übernahmebedingten Abschreibungen (EBITA) stieg um 5,3 Prozent auf 204 Mio. Franken. Der Reingewinn kletterte um 3,8 Prozent auf 170 Mio. Franken.

Belastet wurde die Rechnung durch die Kosten für die Integration der zugekauften Firmen. Ausserdem fuhr Sonova die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie fürs Marketing nach oben. Die Zahl der Forscher und Entwickler sei von 300 auf 500 gestiegen, sagte Chapero.

Dies soll sich künftig auszahlen. Das Unternehmen möchte weitere Marktanteile gewinnen, vor allem bei den Spitzenhörgeräten, wo Sonova im ersten Halbjahr nur ein Wachstum von 5,2 Prozent erreichte. Schub verspricht sich Chapero von der neuesten Produkteserie "Spice", die vor wenigen Wochen lanciert wurde.

Neuer Rekordumsatz

Im Gesamtjahr 2010/11 wolle Sonova den Umsatz aus eigener Kraft um 8 bis 10 Prozent steigern, sagte Chapero. Damit würde das Unternehmen rund 1,65 Mrd. Fr. Umsatz erzielen, was ein neuer Rekord wäre. An der schwachen Schweizer Börse legten die Aktien bis nach Handelsschluss um 2,7 Prozent zu.

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