Wirtschaft

«Historischer Rückgang»: Der Schweizer Aussenhandel wird hart getroffen

Die Uhrenbranche ist besonders getroffen von der Coronakrise. (Symbolbild)

Die Uhrenbranche ist besonders getroffen von der Coronakrise. (Symbolbild)

Ausnahmslos alle Exportsparten gingen im zweiten Quartal 2020 zurück, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilt. Besonders drastisch sind die Rückgänge bei den Bijouterie- und Juwelierwaren sowie den Uhren.

(mg) Die EZV spricht für das zweite Quartal von einem «historischen Rückgang». So gingen die Ausfuhren gegenüber dem ersten Quartal saisonbereinigt um 11,5 Prozent und die Einfuhren gar um 16,0 Prozent zurück. Der Exportumsatz beläuft sich auf 50,1 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Im ersten Quartal lag er er noch bei 56,6 Milliarden Franken. Ähnlich dramatisch sieht es bei den Importen aus. Dort betrug der Umsatz noch 40,5 Milliarden Franken (erstes Quartal 48,2 Milliarden).

Der Einbruch sei der Coronakrise geschuldet, wie die EZV schreibt. Zwar habe sich der Aussenhandel im Mai und Juni wieder etwas erholt, aber die Einbrüche im April habe man nicht auffangen können. Ausnahmslos alle Exportsparten gingen im zweiten Quartal 2020 zurück. «Ein Rekordminus registrierten die Ausfuhren von Bijouterie- und Juwelierwaren (-70,2 Prozent; übrige Warengruppen) sowie Uhren (-51,5 Prozent)», schreibt die EZV.

Wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Dienstag mitteilte, sanken die Uhrenexporte im gesamten ersten Halbjahr 2020 um 35,7 Prozent. Die Zahlen vom Juni deuteten jedoch auf eine erste «zaghafte Erholung» hin, auch wenn diese nur China zu verdanken sei, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Uhrenexporte dürften laut dem Verband über das ganze Jahr betrachtet um rund 30 Prozent schrumpfen.

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