Coronavirus

Betreibergesellschaft von Airport Lugano wirft das Handtuch

Lange Zeit war der Flughafen ein wichtiges Standbein der Crossair. Nun droht ihm das Aus.

Lange Zeit war der Flughafen ein wichtiges Standbein der Crossair. Nun droht ihm das Aus.

Der seit Jahren serbelnde Flughafen Lugano-Agno steht vor dem Aus. Die Betreibergesellschaft Lugano Airport SA (Lasa) wird ein Konkursverfahren einleiten.

Der kommerzielle Flugbetrieb des Airport Lugano steht vor dem Aus. Die Betreibergesellschaft Lugano Airport SA (Lasa) wird bis Ende Mai geordnet aufgelöst. Dies hat der Verwaltungsrat der Gesellschaft, die zu 85,5 Prozent der Stadt Lugano und zu 12,5 Prozent dem Kanton gehört, beschlossen. Allfällige Pläne zu einer Wiederaufnahme von Linienflügen werden damit hinfällig, genauso wie die beiden Referendumsabstimmungen von Lugano und auf kantonaler Ebene, welche Finanzspritzen für den Flughafen vorsahen.

Angesichts der bestehenden finanziellen Schwierigkeiten sowie der Coronakrise, welche drastische Auswirkungen auf das weltweite Fluggeschäft hat, sah der Verwaltungsrat keine Perspektive mehr, wie Lasa-Vizepräsident Filippo Lombardi am Donnerstagnachmittag vor den Medien erklärte. Die Lasa hat rund 80 Angestellte, die bis Ende Mai ihren Lohn erhalten sollen. Mehr Geld ist nicht vorhanden.

Eine totale Schliessung des Flughafens soll aber vermieden werden. Es gibt ein Projekt, wonach Privatluftverkehr erhalten bleibt und Private auch die Führung übernehmen. Der Entscheid ist auf alle Fälle jetzt schon historisch für den 1938 gegründeten Flughafen von Lugano Agno, der in seinen besten Zeiten ein wichtiges Standbein für die Crossair war. Seit über einem Jahr gab es aber schon keine Linienflüge mehr. «Wir gehen erhobenen Hauptes aus dieser Geschichte», meinte Verwaltungsratspräsident Marco Borradori.

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