Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) will damit die Verbreitung der schnellen Internetanschlüsse weiter fördern.

Unter der Führung des BAKOM haben Netzbetreiber wie Swisscom, Sunrise oder upc Cablecom ihre Daten zu den Internetangeboten in der Schweiz zusammengetragen, wie BAKOM-Direktor Martin Dummermuth am Donnerstag vor den Medien in Bern ausführte. Entstanden ist daraus eine interaktive Schweizer Karte, die mit hoher Auflösung Aufschluss über die verfügbaren Internetanschlüsse gibt.

Interessierte können sich auf dem Portal www.breitbandatlas.ch anzeigen lassen, welche Download- und Upload-Geschwindigkeiten wo verfügbar sind. Sichtbar wird auch, ob ein Ort bereits mit Glasfaser oder Kabel erschlossen ist oder ob lediglich ein Kupfer-Draht zur Verfügung steht.

Ebenfalls hinterlegt sind die an einem Ort verfügbaren Internet-Provider. Per Link können sich die Nutzerinnen und Nutzer auf der Internetseite des Betreibers dessen Angebote anschauen. Damit sollen sich die Konsumenten ein Bild von der Wettbewerbssituation machen können, wie Armin Blum vom BAKOM sagte.

Spitzenreiter Schweiz

Die Schweiz verfügt unter den OECD-Ländern nach jüngsten Zahlen über die höchste Durchdringung mit Breitband-Internetanschlüssen. Mehr als 40 von 100 Einwohner haben ein Abo für einen Breitbandanschluss. Breitband bringt nicht nur schnelleres Internet, sondern ist auch für hochauflösendes Fernsehen notwendig.

Allerdings fehlt in abgelegeneren Gebieten die Infrastruktur für schnelles Internet - wie auch ein Blick in den neuen Atlas zeigt. Die Netzbetreiber arbeiten zwar daran, die Breitband-Leitungen auszubauen. Teilweise müssen aber auch die Gemeinden aktiv werden, um zu einer Breitbanderschliessung zu kommen.

Zu diesem Zweck aktualisierte das BAKOM seinen Leitfaden "Wege zur Datenautobahn". Er zeigt anhand von Beispielen, wie sich Gemeinden die Vernetzung mit der Internetwelt sichern können. Auf der Internetseite www.hochbreitband.ch soll zudem eine Art Marktplatz entstehen: Beraterfirmen können dort ihre Dienste anbieten. Zudem stellt das BAKOM dort Informationen zur Verfügung.