«In der Region zwischen Mägenwil, Schinznach und Koblenz ist Wohneigentum noch immer günstig»: Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Migros-Bank über den Immobilienmarkt im Einzugsgebiet von Brugg.

Grundlage für die Studie bilden die Preise für neu erstellte Musterobjekte - Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser - an guter Lage und von sehr guter Bauqualität.

Zwei Referenzobjekte

Als Muster-Eigentumswohnung wird eine 4½-Zimmer-Wohnung mit einer Nettowohnfläche von 115 Quadratmetern herangezogen. Das Muster-Einfamilienhaus weist 5½ Zimmer und eine Nettowohnfläche von insgesamt 150 Quadratmetern auf, und es steht auf einem Grundstück von 700 Quadratmetern.

Auf dieser Grundlage sind in zehn Gemeinden im Einzugsgebiet der Studie das Preisniveau Ende 2008 sowie die Preisveränderungen über die letzten fünf Jahre erhoben worden.

Die Auswertung zeigt, dass sowohl bei den Eigentumswohnungen wie auch bei den Einfamilienhäusern Brugg, Hausen, Windisch und Würenlingen bei den Preisen an der Spitze und Döttingen, Klingnau und Leuggern am Schluss der Rangliste stehen. Kostet in Brugg das Referenz-Einfamilienhaus 1 Million Franken und die Referenz-Eigentumswohnung 630 000 Franken, sind es in Klingnau und Leuggern 800 000 Franken fürs Einfamilienhaus und 520 000 Franken für die Eigentumswohnung.

Die Auswertung ergibt zudem, dass der Preis für Wohneigentum - ausgenommen in den vier Spitzengemeinden - klar unter den Durchschnittswerten sowohl des Kantons Aargau als auch der Schweiz liegt.

Interessante Rückschlüsse lassen sich zudem aus den Erhebungen über die Preisveränderungen herauslesen. Die stärkste Veränderung - ein Preisanstieg um 20,2 Prozent bei den Einfamilienhäusern - ist in Brugg zu verzeichnen. Im gleichen Zeitraum sind in Brugg aber auch die Eigentumswohnungen teurer geworden. Und zwar um 19,4 Prozent. Am geringsten dagegen sind die Preise - sowohl bei den Eigentumswohnungen wie bei den Einfamilienhäusern - mit 10,7 respektive 10,2 Prozent in Klingnau und in Leuggern angestiegen.

«Noch Gut erschwinglich»

«Die Auswertung zeigt, dass Wohneigentum in dieser attraktiven Wirtschaftsregion noch immer gut erschwinglich ist», erklärt Anja Szameitat, die Leiterin der neuen Niederlassung der Migros-Bank in Brugg, die am kommenden Freitag, dem 3. April, offiziell eröffnet wird. «Von den grösseren Ortschaften liegen nur gerade in Brugg, Hausen und Windisch die Preise über dem gesamtschweizerischen Niveau, wobei auch in Brugg die Preisdifferenz nicht mehr als 10 Prozent erreicht.»

Zur Preisentwicklung stellt Anja Szameitat fest: «In der gesamten Schweiz haben sich die Eigentumswohnungen innerhalb von fünf Jahren um 26 und die Einfamilienhäuser um 28 Prozent verteuert. In manchen Gebieten betragen die Preissteigerungen sogar mehr als 40 Prozent. Damit bestätigt unsere Immobilienstudie ebenfalls, dass die Gefahr einer Preisblase für den Immobilienmarkt der Region Brugg als gering eingestuft werden kann.»