Die Zusammenlegung von Tochtergesellschaften führte zu einem spürbaren Aderlass: 50'000 Grundversicherte verliessen die Helsana-Gruppe auf Anfang Jahr. Das entspricht einem Minus von 4,1 Prozent. Aktuell weist der Krankenversicherungskonzern noch 1,15 Millionen Kunden in der obligatorischen Krankenversicherung aus.

Konzernchef Daniel Schmutz räumte bei der Präsentation der Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr ein, darüber sei er enttäuscht. Mit ein Grund war der auf Anfang 2017 verschärfte Risikoausgleich zwischen den Versicherern. Das führte zu Prämienaufschlägen von bis zu 18 Prozent. Abgänge musste die Helsana auch im Zusatzversicherungsgeschäft hinnehmen. Sie lassen das Prämienvolumen um 1,5 Prozent schrumpfen.

«Erfreulich» sei das Jahresergebnis der Helsana, sagte Chef-Buchhalter Beat Riedle. Der Krankenversicherer realisierte einen Gewinn von 98 Millionen. Das sind 82 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Befeuert hat das Resultat die mit 3,25 Prozent unerwartet gute Rendite auf den Kapitalpolstern der Helsana. Im Grundversicherungsgeschäft verbuchte der in Dübendorf (ZH) domizilierte Konzern einen Gewinn von 44,5 Millionen – nach einem Verlust von 76,1 Millionen Franken im Vorjahr.

Die Fusion der Avanex mit der Helsana sowie der Sansan mit der Progrès liess die Solvenzquote der beiden Grundversicherer auf sehr komfortable 140, respektive 130 Prozent ansteigen. Die Angaben sind noch provisorisch. Die Mindestquote beläuft sich auf 100 Prozent. «Finanziell sind wir für die Zukunft gut aufgestellt», sagte Riedle.

Trotz des höheren Gewinns weniger verdient hat die Geschäftsleitung sowie Konzernchef Daniel Schmutz, wie im Geschäftsbericht 2016 nachzulesen ist: «Die Vergütungen nahmen ab, da die Zielerreichung im Vergleich zum Vorjahr tiefer ausfiel.» Schmutz erhielt inklusive Sozialleistungen, Spesen und andere Bezüge 659 300 Franken. Das sind 280 000 Franken weniger als im Vorjahr. Dafür stieg das Honorar von Verwaltungsratspräsident Thomas Szucs um 21 800 auf 208 000 Franken.