Wirtschaft

Heinz Karrer verlässt Wirtschaftsverband Economiesuisse – Nachfolger steht bereit

Gibt das Präsidium von Economiesuisse nach sieben Jahren ab: Heinz Karrer, Manager und ehemaliger Handballspieler.

Gibt das Präsidium von Economiesuisse nach sieben Jahren ab: Heinz Karrer, Manager und ehemaliger Handballspieler.

Nach sieben Jahren gibt Heinz Karrer das Präsidium von Economiesuisse ab. An die Spitze des mächtigen Wirtschaftsdachverbands soll im Herbst Christoph Mäder treten.

(gb.) Heinz Karrer war zwölf Jahre lang im Vorstand von Economiesuisse. Davon amtete er sieben Jahre als Präsident. Wie Economiesuisse am Montag bekannt gab, verlässt der 61-jährige Manager und ehemalige Handballspieler den Verband nun auf eigenen Wunsch.

Sein Amt übernehmen soll Christoph Mäder. Wie der Mitteilung von Economiesuisse zu entnehmen ist, empfiehlt ihn der Vorstandsausschuss dem Vorstand einstimmig zur Wahl. Mäder war von 2008 bis 2019 Mitglied des Vorstandsausschusses und von 2011 bis 2017 bereits Vizepräsident des Wirtschaftsdachverbandes.

Von 19 Abstimmungen nur zwei verloren

Heinz Karrer hat einst eine Banklehre gemacht und anschliessend während mehrerer Jahre in der Sportartikelbranche gearbeitet, unter anderem bei Intersport Schweiz. Nach Stationen bei Ringier und Swisscom war er ab 2002 zwölf Jahre CEO der Axpo. Darauf wurde er Präsident von Economiesuisse.

Karrer habe das Amt in einer schwierigen Zeit angetreten, heisst es in der Mitteilung von Economiesuisse weiter. Mit der Besetzung der Direktorenstelle durch Monika Rühl im Jahr 2014 sei aber wieder Ruhe eingekehrt. Karrer habe es zudem geschafft, die verbandsinternen Strukturen und Prozesse zu festigen und die Mitglieder stärker zu binden.

Während seiner Zeit bestritt Karrer laut Economiesuisse 19 eidgenössische Abstimmungskämpfe, wovon er nur zwei – die Masseneinwanderungsinitiative und die Unternehmenssteuerreform III – verlor. Da Karrer erst per 1. Oktober abtreten wird, dürfte die Begrenzungsinitiative der SVP sein letzter Abstimmungskampf im Namen des Dachverbands werden.

Der Neue arbeitete bei Sandoz, Novartis und Syngenta

Christoph Mäder, der Karrer ablösen soll, erbt damit kein einfaches Dossier: Im November stimmt die Schweiz voraussichtlich über die Konzernverantwortungsinitiative ab.

Mäder ist Jurist und arbeitete mehrere Jahre bei Sandoz und Novartis. Von 2000 bis 2018 war er Mitglied der Konzernleitung von Syngenta. Seit 2019 ist er Partner der Anwalts- und Notariatskanzlei Becker Gurini Hanhart Vogt in Lenzburg. Mäder hat Verwaltungsratsmandate bei Bâloise, bei der Ems-Chemie und bei Lonza.

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