Telekom
Handy, Festnetz, Internet, TV: Swisscom führt das Baukastenprinzip für Abos ein

Die Swisscom krempelt ihre Struktur für Bündelabos um. Neu führt der "Blaue Riese" das Baukastenprinzip ein. Damit können Kunden ihre Bausteine aus Handy, TV, Internet und Festnetztelefonie selber zusammenstellen. Ein Experte lobt das Vorgehen der Swisscom.

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Die Swisscom baut ihre Abostruktur für Internet, Festnetz, TV und Handy grundlegend um.

Die Swisscom baut ihre Abostruktur für Internet, Festnetz, TV und Handy grundlegend um.

Keystone

Bisher gab es nur vorgefertigte Bündelangebote für kleine, mittlere, grosse und ganz grosse Nutzer. Fünf Jahre nach der Einführung Infinity-Handyabos können die Kunden nun neu ihre Leistungen für Internet, TV, Telefonie und Mobilfunk selber auswählen, je nachdem welche Leistungsdaten sie bevorzugen, wie die Swisscom bekannt gab.

So können die Kunden beispielsweise eine schnelle Internetleitung und eine Festnetztelefonie ohne Pauschaltarif wählen, wenn sie zu Hause telefonisch vor allem erreichbar sein wollen. Auch ein Internetanschluss mit einem schmalen TV-Angebot und Mobilfunk sind möglich. Die einzelnen Bausteine lassen sich erweitern, verschlanken oder ganz ausschliessen. Lediglich der Internetanschluss ist die Grundlage jedes Bündelangebots.

Mehrpersonenhaushalte profitieren

Neu ist auch, dass Mehrpersonenhaushalte profitieren. Kunden, die Internet und Mobilfunk kombinieren, sparen auf den ersten beiden Mobilfunkabos je 20 Franken pro Monat. Ab dem dritten bis zum fünften Abo gibt es jeweils 40 Franken Rabatt. Zudem senkt die Swisscom die Preise für gewisse Kombinationen von Festnetz und Mobilfunk.

"Grundsätzlich ist es sehr gut, dass es das Modulsystem gibt", sagte Telekomexperte Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Verivox im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Denn die Bedürfnisse der Nutzer seien unterschiedlich. Diese könnten jetzt nach ihrem eigenen Bedarf ein Abo zusammenstellen. "Das war der grosse Schwachpunkt beim bestehenden Swisscom-Portfolio."