Promotor dieses Kuhhandels ist der Landwirt Guido Leutenegger, der im Centovalli, Val Colla und Maggiatal mit Hochlandrindern über 2000 Hektaren Alpfläche bewirtschaftet.

Er hat in den letzten Wochen in der Deutschschweizer Presse Inserate geschaltet, in denen er für "eine Aktie namens Lotti" die Werbetrommel rührte.

Mit dem Echo ist er sehr zufrieden, wie er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Bisher hätten rund 60 Personen "Aktien" gezeichnet.

Die Investoren erhalten als Gegenleistung während zehn Jahren Öko-Alpfleisch im Wert von insgesamt 3500 Franken. Die Bestellliste reicht von Hackfleisch über Braten und Trockenfleisch bis hin zu Entrecôte.

Die langfristig Kundenbindung und die Planungssicherheit sei der grosse Vorteil des Kuhinvestments. "Wir wissen so, dass ein Teil des Umsatzes auf Jahre hinaus gebucht ist", sagt Leutenegger.

Die Idee für dieses Projekt stamme nicht vom ihm, räumt der ehemalige Präsident des Thurgauer Naturschutzbundes ein. In anderer Form gebe es dies auch in Frankreich oder Deutschland.

Einmalig sei das Kuhinvestment insofern, so Leutenegger, als dass es sich um Hochlandrinder handle. Diese Rinder werden zwischen 20 und 25 Jahre alt.

Leuteneggers Tiere weiden mehr als sieben Monate im Jahr auf der Alp. Dabei ernähren sie sich ausschliesslich vom natürlichen Futter der alpinen Weiden und von Quellwasser.