Baubranche

Gütliche Einigung erzielt - Implenia trennt sich von Laxey-

Schweizer Baudienstleistungskonzern Implenia

Schweizer Baudienstleistungskonzern Implenia

Der Baukonzern Implenia ist den ungeliebten Grossaktionär Laxey losgeworden. Verwaltungsratspräsident und Konzernchef Anton Affentranger zeigt sich darüber «äusserst erfreut». Die neuen Investoren, bei denen das Laxey-Paket platziert wurde, sind willkommen.

Der Verwaltungsrat stelle keine Eintragungsrestriktionen fest, sagte Affentranger an einer Telefonkonferenz. Die rund 51 Prozent, die der britische Hedgefund Laxey an Implenia gehalten hatte, sei bei privaten und institutionellen Anlegern aus der Schweiz aber auch dem Ausland platziert worden.

Insgesamt stellten diese "eine gute Mischung sehr starker und professioneller Investoren" dar. Dass auch ausländische Interessenten in Implenia investierten, freue ihn besonders, sagte Affentranger. Auch bei ihnen stehe einer Eintragung nichts im Weg.

Unter den grösseren Investoren sind Max Rössler, der seinen Anteil von 11,1 auf 13,2 Prozent aufstockte, und neu der Investor Rudolf Maag (10,8 Prozent) sowie die Göhner Stiftung (9,7 Prozent). Details zu den Veränderungen im Aktionariat will Implenia am Montag publizieren. Auch Affentranger griff beim Verkauf des Laxey-Pakets zu: Er habe 100'000 Aktien erworben, sagte er.

Dass ein Paket von über 50 Prozent am Markt habe platziert werden können, sei "ein guter Vertrauensbeweis" in Implenia, sagte Affentranger weiter. Nicht unter den Investoren sei der österreichische Bauriese Strabag, der Interesse an Teilen des Laxey-Pakets signalisiert hatte.

Affentranger, der sich von Beginn an vehement gegen den unliebsamen Grossaktionär Laxey gewehrt hatte, zeigte sich sichtlich erfreut über die nun gefundene Lösung.

Laxey hatte am Freitagabend den Verkauf seiner gesamten Beteiligung bekanntgegeben. Im Zuge dieses Verkaufs einigten sich Implenia und Laxey, ihre rechtlichen Auseinandersetzungen gütlich zu erledigen. Die gegenseitig angestrengten und laufenden juristischen Verfahren werden nicht weiter verfolgt.

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