Das Kabinett erlaube im Falle einer Übernahme den Verkauf von Abertis-Aktien an Atlantia, teilte ein Regierungssprecher am Freitag mit. Abertis kontrolliert den Satellitenbetreiber Hispasat, über den auch ein Grossteil der Regierungskommunikation läuft. Daher hatte sich die Regierung ein Mitspracherecht ausbedungen.

Atlantia mit der Familie Benetton als Grossaktionär hatte sein Angebot für Abertis bereits im Mai vorgelegt. Erst Ende Dezember willigte der Konzern ein, die Zustimmung der spanischen Regierung einzuholen. Die Italiener bieten 16,50 Euro pro Aktie, insgesamt 16,3 Milliarden Euro.

Im Oktober zog der spanische Baukonzern ACS nach. Das Unternehmen, geführt von Real-Madrid-Präsident Florentino Perez, will den Aktionären von Abertis 18,76 Euro pro Anteilschein zahlen. Abertis betreibt Autobahnen in zwölf Ländern Europas und Amerikas. Wichtigster Markt ist Frankreich.