Krankenkassen

Gründer Hans-Ueli Regius verlässt im Juni die Swica

Swica-Gründer Hans-Ueli Regius in seinem Hotel Romantica Val Tuoi in Guarda (GR).

Swica-Gründer Hans-Ueli Regius in seinem Hotel Romantica Val Tuoi in Guarda (GR).

Hansueli Raggenbass bleibt voraussichtlich Verwaltungsratspräsident der Swica. Hans-Ueli Regius, der starke Mann des Winterthurer Krankenversicherers, will dessen Nachfolge nicht antreten.

Hans-Ueli Regius (57) hat den Winterthurer Krankenversicherer Swica seit dessen Gründung im Jahr 1992 massgeblich geprägt und zum führenden Anbieter von Prämiensparmodellen wie Ärzte-Netzwerke geformt. Bis 2011 als Generaldirektor, seither als Delegierter des Verwaltungsrats (VR).

Jetzt tritt Regius auf die kommende Generalversammlung im kommenden Juni zurück, wie Swica-Generalsekretär Daniel Neuhaus gegenüber der Zeitung Nordwestschweiz bestätigt: «Hans-Ueli Regius hat sich aus persönlichen Gründen entschieden, sich neu zu orientieren und daher auf das Amt als VR-Präsident der Swica zu verzichten.» Regius will seinen Entscheid nicht kommentieren: «Es ist Zeit für eine neue Herausforderung», sagt er auf Anfrage. Wo er sie sieht, lässt er offen. Er sagt nur, sein Boutique-Hotel Romantica Val Tuoi in Guarda im Unterengadin bleibe sein «Hobby».

Regius Rückzug stärkt die Position des Generaldirektors der Swica, Reto Dahinden. Ab Mitte Jahr kann sich Regius nicht mehr in die operative Führung einmischen. Zudem ist gemäss Neuhaus offen, ob das Amt des VR-Delegierten überhaupt neu besetzt wird. Ein weiterer Profiteur ist auch der einstige CVP-Nationalrat und Thurgauer Anwalt, Hansueli Raggenbass. Er bleibe voraussichtlich VR-Präsident der Swica, sagt Neuhaus. Raggenbass hat wieder Zeit: Sein Mandat als Präsident des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank hat er im vergangenen April abgegeben.

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