Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat am Samstag den ersten Bebauungsplanentwurf für zwei Areale an dem früheren Grenzübergang auf der Friedrichstrasse vorgestellt. Demnach sollen dort ein Museum des Kalten Krieges und Sozialwohnungen entstehen.

Vom 1. Juli bis 2. August läuft das Verfahren, bei dem Bedenken und Anregungen abgegeben werden können. Dann soll der aktualisierte Entwurf ins Abgeordnetenhaus gehen. Die Senatsverwaltung möchte, dass der Bebauungsplan am 1. Februar 2020 festgesetzt wird. Dann läuft eine Veränderungssperre für die Areale aus. Der private Investor Trockland, dem das betroffene Gelände gehört, wollte sich am Samstag nicht äussern. Ursprünglich war auf Teilen des Areals auch ein Hotel geplant.

Seit vielen Jahren ist der Ort an der früheren Grenze zwischen Ost- und West-Berlin nach Ansicht von Kritikern zu einer Art banalem Disneyland verkommen. Vor einer nachgebauten Kontrollbaracke der US-Army posieren falsche Soldaten mit US-Fahne und kassieren Geld für ein Foto. Strassenhändler versuchen, Gasmasken und Militärmützen loszuwerden. Scharen von Touristen strömen allerdings täglich an den früheren Checkpoint.