Mit dem geordneten Verfahren nach dem sogenannten "Chapter 11" will die Mittelstandsbank nun mit Hilfe des US-Investors Carl Icahn Altlasten abwerfen und den Neustart versuchen.

Das Unternehmen hat sich mit Icahn auf eine Milliardengarantie samt Rettungsplan geeinigt. Icahn stellt CIT zunächst eine Milliarde Dollar bereit, um den Weiterbetrieb des Unternehmens während der Neustrukturierung sicherzustellen. Zudem sagte die Bank Goldman Sachs eine Kreditlinie über gut zwei Milliarden Dollar zu.

Experten rechnen allerdings nicht damit, dass die CIT-Insolvenz grosse Schockwellen in die Finanzwelt ausstrahlt wie der Konkurs von Lehman Brothers. Seit Monaten wurde der Gang ans Konkursgericht erwartet. Dennoch dürften die Sorgen um die Erholung der US-Wirtschaft zunehmen.

Der Konzern war in der Finanzkrise ins Straucheln geraten, weil er sich in Boomzeiten zu viele Hypotheken- und Studentendarlehen aufgeladen und einen Schuldenberg angehäuft hatte. CIT finanziert zudem rund eine Million kleinere und mittelständische Firmen.

Das Unternehmen selber finanzierte sich vorwiegend über Geld, dass es am Anleihemarkt aufnahm. Als sich die Krise verschärfte und die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Unternehmens herunterstuften, wurde die Finanzierung für CIT immer teurer.

Die Insolvenz ermöglicht es CIT, ihre "klein- und mittelständischen Kunden weiter mit Finanzierungen zu bedienen", wie Unternehmenschef Jeffrey Peek mitteilte. CIT will nach eigenen Angaben binnen zwei Monaten wieder aus dem Insolvenzverfahren heraus sein.

Die Vermögenswerte von CIT wird auf 71 Milliarden Dollar geschätzt, die Schulden auf 68 Milliarden Dollar. Allerdings müssen noch in diesem Jahr Schulden im Umfang von drei Milliarden Dollar und im kommenden Jahr weitere acht Milliarden Dollar beglichen werden.