Die Höhe der Jahresgewinne und -verluste sei massgeblich durch die Grossbanken sowie die Gruppe der ausländisch beherrschten Banken geprägt worden, teilte die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung des Bankenbarometers 2014 mit.

Bei den verwalteten Vermögen glichen über den gesamten Bankensektor betrachtet Geldzuflüsse aus Schwellenländern und aus Osteuropa den Abfluss von Geldern von Kunden in Westeuropa mehr als aus, wie aus dem Bankenbarometer hervorgeht. Insgesamt verwalteten die Schweizer Finanzinstitute per Ende 2014 6656 Milliarden Franken, 518 Milliarden Franken mehr als vor Jahresfrist.

Das Jahr verlief aber nicht für alle Banken erfolgreich. Im Jahr 2014 gaben acht Institute ihre Tätigkeiten in der Schweiz auf. Das Jahr 2014 habe die Banken in der Schweiz vor zahlreiche Herausforderungen gestellt, was sich auf der Kostenseite und den Margen niedergeschlagen habe, schrieb der SBVg.

So verwies die Bankiervereinigung auf den Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Euro-Mindestkurs aufzuheben und Negativzinsen auf Giroguthaben einzuführen. Ein Abbau des in der Schweiz angestellten Personals der Banken um 1,6 Prozent auf 104'053 Mitarbeitende reflektiere die erschwerten wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Banken.

Zwar rechnet die Bankiervereinigung damit, dass die heutige Ausgangslage in Kombination mit rasanten Entwicklungen im Bereich Digitalisierung zu einem weiteren Strukturwandel im Bankensektor führen dürfte. Dennoch gehen die Banken laut einer Umfrage des SBVg für die zweite Jahreshälfte 2015 von einer konstanten oder leicht positiven Beschäftigungsentwicklung aus.