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Griechische Grossbanken Alpha und Eurobank fusionieren

Eingang der Alpha Bank in Athen (Archiv)

Eingang der Alpha Bank in Athen (Archiv)

Unter dem Druck der Schuldenkrise fusionieren die griechischen Grossbanken Alpha und Eurobank zum grössten Finanzinstitut in Südosteuropa. Die Verschmelzung erfolge über einen Aktientausch, teilten die Nummern zwei und drei am Markt am Montag mit.

Die Fusionsnachricht löste eine Rally griechischer Bankenwerte an der Athener Börse aus. Der Brancheindex legte mehr als 20 Prozent zu, Alpha- und Eurobank-Papiere rund 30 Prozent.

Anleger hofften auf weitere Zusammenschlüsse in der gebeutelten Branche. Auf sich allein gestellt sind die meisten Hellas-Geldhäuser von der Refinanzierung über den Interbankenmarkt abgeschnitten.

Banken helfen sich selbst

Teils war bereits vermutet worden, es werde deswegen ein Rettungsfonds für die Banken nötig. Das Zusammengehen von Alpha und Eurobank gilt nun Zeichen dafür, dass die Institute sich selbst zu helfen wissen und keine Staatshilfen zu benötigen.

Die Banken kämpfen im Strudel der Schuldenkrise vor allem mit dem Abfluss von Kapital, der Abwertung von Staatsanleihen, einer steigenden Risikovorsorge und Belastungen durch den geplanten Tausch von griechischen Staatsanleihen im Rahmen des zweiten internationalen Hilfspakets.

Griechische Banken sind die grössten privaten Gläubiger der sich auf mehr als 300 Mrd. Euro belaufenden Verbindlichkeiten des Landes. Im Gegenzug für das 110 Mrd. Euro schwere Programm von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) hat der Mittelmeerstaat eine stärkere Überwachung seines Bankensektors zugesichert, einschliesslich vierteljährlicher Stresstests.

Das fusionierte Institut stösst den einheimischen Marktführer National Bank (NBG) vom Thron. NBG hatte Anfang des Jahres erfolglos die Hände nach der Alpha-Bank ausgestreckt.

Emirat Katar wird Grossaktionär

Die beiden Institute tauschen ihre Aktien. Dabei kommen sieben Eurobank-Aktien auf fünf Alpha-Anteilsscheine. Mit dem Zusammenschluss wollen sie zudem bis Ende 2012 eine Stärkung ihres Kapitals um 3,9 Mrd. Euro in die Wege leiten.

Dabei wird sich Katar an einer Kapitalerhöhung von 1,25 Mrd. Euro beteiligen und eine Wandelanleihe von 500 Mio. Euro voll zeichnen. Das Emirat werde mit einem Anteil von 17 Prozent Grossaktionär, teilten die Banken mit.

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