Schuldenkrise

Griechenland erwartet Defizit von fast 18,69 Milliarden Euro

Griechenlands Premier Giorgos Papandreou vor der Sitzung des Ministerrats

Griechenlands Premier Giorgos Papandreou vor der Sitzung des Ministerrats

Das griechische Staatsdefizit wird in diesem Jahr nach Angaben des Finanzministeriums in Athen vermutlich bei 8,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen und damit das angestrebte Ziel von 7,8 Prozent verfehlen.

Das Defizit werde bei 18,69 Milliarden Euro liegen, hiess es in einer Mitteilung vom Sonntag. Geplant war ein Defizit von 17,1 Milliarden Euro. Grund für das höhere Minus sei die stärker als erwartet ausgefallene Rezession. Die Wirtschaft des Landes schrumpfe um 5,5 Prozent, hiess es, im Mai war noch mit 3,8 Prozent gerechnet worden.

Auch 2012 werde es ein Defizit von 6,8 Prozent als Anteil der Wirtschaftsleistung geben, hiess es in der schriftlichen Erklärung des Finanzministeriums.

Haushalt verabschiedet

Unterdessen verabschiedete der griechische Ministerrat den Haushalt für 2012, der erstmals keine Neuverschuldung vorsieht. Das Budget sieht Kürzungen und Mindereinnahmen von insgesamt 6,6 Milliarden Euro vor.

Dies sei mit der "Troika" der Experten von der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbart worden.

Der Ministerrat tagte unter Vorsitz des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou. Unter anderem wurden auch die in Griechenland umstrittenen Entlassungen im staatlichen Sektor diskutiert. Konkret geht es um bis zu 30'000 Stellen.

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