Der Umsatz des Suchmaschinen-Betreibers erhöhte sich um 22 Prozent auf 15,96 Mrd. Dollar. Das liegt über den Erwartungen von Analysten, die mit 15,61 Mrd. Dollar gerechnet hatten. Der Durchschnittspreis für Werbeanzeigen sei um sechs Prozent gesunken, teilte Google weiter mit. Die Anzahl wuchs aber.

Grund für den gegenüber dem Umsatz langsamer gewachsenen Gewinn sind die hohen Ausgaben für neue Projekte. Google dringt in immer neue Felder vor, darunter in das vernetzte Auto, Roboter oder in die Verbreitung des Internets in entlegene Gebiete durch Drohnen und Satelliten. Viel Wirbel hatte auch die Datenbrille Google Glass ausgelöst.

Topmanager Nikesh Arora geht

Allerdings muss der Konzern künftig ohne Topmanager Nikesh Arora auskommen, der sich als Chief Business Officer stark ums Tagesgeschäft kümmerte. Er verlässt den Konzern aus dem Silicon Valley nach annähernd zehn Jahren, um eine Führungsposition beim japanischem Kommunikationskoloss Softbank anzutreten.

Arora war eine der prominentesten Figuren bei Google neben den Gründern Larry Page und Sergey Brin sowie dem langjährigen Chef und heutigen Vorsitzenden des Verwaltungsrats, Eric Schmidt.

Durch zahlreiche Zukäufe von Firmen und Neueinstellungen steigt die Zahl der Google-Mitarbeiter beständig. Ende Juni arbeiteten annähernd 52'100 Menschen bei dem Konzern im Vergleich zu 49'800 Ende März.

Rund 3500 Mitarbeiter waren zuletzt bei der Handytochter Motorola beschäftigt. Google verkauft den verlustreichen Zweig an den chinesischen Computerhersteller Lenovo weiter. Google hatte Motorola 2012 für 12,5 Milliarden Dollar übernommen.