"Fast Flip vereinigt die Vorteile der Online- und der Offline-Welt", sagte Google-News-Manager Josh Cohen am Montag (Ortszeit) im kalifornischen Mountain View. "Man kann schnell wie in einem Magazin durch ausgewählte Artikel blättern, aber auch suchen oder eine individuelle Vorauswahl treffen."

Die Inhalte stammen derzeit von knapp 50 namhaften US-Publikationen wie "New York Times", "Washington Post", "Atlantic", "Salon", "Fast Company", "ProPublica" und "Newsweek". Fast Flip präsentiert aber auch Inhalte der britischen BBC sowie englischsprachige Texte der Nachrichtenagenturen AP und AFP.

"Mit Fast Flip kann man sich sein eigenes Magazin schaffen", sagte Cohen. Um die Web-Quellen möglichst schnell durchblättern zu können, arbeitet Fast Flip mit Screenshots (Bildschirmfotos) der Seiten, die nach Angaben von Google deutlich schneller laden als komplette Webseiten.

Der Suchmaschinen-Gigant geht mit dem in den Google Labs gestarteten Dienst auf die Verleger zu, die bislang nicht an den Werbeerlösen auf Google News beteiligt wurden. Details wollte der Google-News-Manager aber nicht nennen.

Der Informatiker Krishna Bharat, der 2001 Google News entwickelt hat, betonte in einem Blog-Eintrag, das Blättern in Online-Inhalten sei bislang nicht in dem Tempo wie bei einem gedruckten Magazin möglich. "Stellen Sie sich vor, Sie müssten jedes Mal zehn Sekunden warten, wenn Sie eine Seite umblättern."