Automobilindustrie

GM-Mitarbeiter beenden Streik - neuer Tarifvertrag beschlossen

Nach 40 Tagen haben Arbeiter beim US-Autobauer General Motors (GM) ihren Streik am Freitag (Ortszeit) beendet.

Nach 40 Tagen haben Arbeiter beim US-Autobauer General Motors (GM) ihren Streik am Freitag (Ortszeit) beendet.

Der Streik beim grössten US-Autobauer General Motors (GM) hat nach 40 Tagen ein Ende gefunden. Die Mitarbeiter haben einem neuen Tarifvertrag zugestimmt, wie die Autogewerkschaft UAW am Freitag (Ortszeit) in Detroit mitteilte.

Deshalb werde der längste Ausstand in der US-Autoindustrie seit fast 50 Jahren nun beendet. GM hatte bereits am Mittwoch vergangener Woche eine vorläufige Einigung mit der UAW erzielt, die Mitarbeiter mussten diese jedoch noch ratifizieren.

Zahlreiche Beschäftigte des US-Autoriesen hatten am 16. September nach gescheiterten Verhandlungen die Arbeit niedergelegt. Die UAW forderte faire Entlohnung und bezahlbare Krankenversicherung. Zudem wollte sie Teilhabe an Profiten und Jobsicherheit erkämpfen.

Erster Streik seit zwölf Jahren

Der nun erzielte Kompromiss sieht unter anderem deutlich mehr Gehalt und erhebliche Boni vor. Zudem sicherte GM zu, mit milliardenschweren Investitionen in die US-Produktion Tausende Jobs zu erhalten. Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverträgen sollen zudem schneller unbefristete Verträge bekommen.

Es war das erste Mal seit zwölf Jahren, dass GM bestreikt wurde. Der Ausstand dürfte dem Konzern nach Schätzung von Analysten Kosten in Höhe von rund zwei Milliarden Dollar verursacht haben. Die Einigung zwischen der UAW und GM ist auch richtungsweisend für die jetzt folgenden Tarifverhandlungen mit den anderen beiden grossen US-Autokonzernen Ford und Fiat Chrysler. Anleger nahmen die Nachricht vom Streikende vor dem Wochenende gelassen auf, die Aktien von GM zeigten im nachbörslichen US-Handel kaum eine Reaktion.

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