Auto-Krise

GM gibt Traditionsmarke Saab auf - 3400 Angestellte betroffen

GM kann Saab nicht verkaufen (Archiv)

GM kann Saab nicht verkaufen (Archiv)

Der US-Autokonzern General Motors (GM) gibt die schwedische Traditionsmarke Saab auf. Die Verhandlungen über einen Verkauf des Unternehmens seien gescheitert, teilte GM mit. Daher werde Saab nun «ordnungsgemäss» abgewickelt.

Bei den Verkaufsverhandlungen mit dem exklusiven niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker Car seien Fragen aufgetaucht, "die beiden Seiten unlösbar erschienen", erklärte GM.

Bei den Verhandlungen mit Spyker sei klar geworden, dass ein Verkauf nicht in angemessener Zeit umzusetzen sei. Zuvor hatte GM bereits mit der schwedischen Sportwagenschmiede Koenigsegg keine Einigung über einen Verkauf von Saab erzielen können. Von der Saab-Schliessung sind 3400 Mitarbeiter betroffen. Sie erhalten ab Januar die Kündigung.

Die Marke Saab wird verschwinden, wenn sich während der Abwicklung nicht doch noch ein Käufer findet. Wie lange der Prozess dauert, steht noch nicht fest. "Wir sind aber weiter offen für Angebote", sagte ein GM-Sprecher.

Denkbar sei der Verkauf von Fertigungsanlagen oder der Markenrechte. Aktiv werde GM aber nicht mehr nach Interessenten suchen.

General Motors will bei der Abwicklung eng mit Saab zusammenarbeiten, hiess es weiter. Dabei gehe es auch darum, Zahlungsverpflichtungen etwa gegenüber Zulieferern einzuhalten.

Ebenso werde Saab die Garantie für seine Autos weiterhin gewährleisten. Auch wolle der Konzern weiter Ersatzteile an alle Saab-Fahrer weltweit verkaufen.

GM betonte, dass der Verkauf von Saab-Teilen an den chinesischen BAIC-Konzern von der Abwicklung nicht betroffen sei. Die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) kauft die Saab-Technologie für die Modelle 9-5 und 9-3.

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