Glencore förderte von Januar bis Juni total 741'000 Tonnen Kupfer aus eigenen Minen, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Wachstum ist vor allem auf die afrikanischen Minen Mutanda und Collahuasi zurückzuführen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Insgesamt verzeichnete die Kupferförderung in Afrika einen Anstieg um 24 Prozent.

Die konzerneigene Zinkproduktion sank dagegen um 11 Prozent auf 650'400 Tonnen. Der Rückgang ist laut Glencore auf eine Erschöpfung der Minen im nordamerikanischen Brunswick zurückzuführen. Die Nickelförderung wies wegen der Wartung von Minen ein Minus von 8 auf. Die Bleiproduktion fiel um 3 Prozent, die Goldförderung um 6 Prozent und die Silberproduktion gar um 16 Prozent.

Die Kohleförderung legte um 5 Prozent, die Rohölförderung um 41 Prozent zu. Für den starken Anstieg der Ölproduktion sind zwei neue Ölfelder in Äquatorialguinea und Tschad verantwortlich. Im Juli hatte Glencore die Übernahme des in Tschad tätigen Ölunternehmens Caracal Energy abgeschlossen.

Bei der Produktion von Nahrungsmitteln wie Reis oder Zuckerrohr verzeichnete der Rohstoffgigant ein Wachstum von 33 Prozent. Das Wachstum fand vor allem auf der argentinischen Malz-Plantage Timbues statt, an der Glencore seinen Anteil zudem von 33 auf 50 Prozent erhöht hatte.

Da der Bergbaukonzern Xstrata und der Rohstoffhändler Glencore im Mai letzten Jahres fusioniert wurden, handelt es sich bei den Vergleichswerten um nachträglich zusammengeführte Werte. Die Gewinnzahlen für die erste Jahreshälfte gibt der Rohstoffkonzern am 20. August bekannt.