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Gewinn von US-Pharmakonzern Pfizer schrumpft

Pfizer mit deutlich weniger Gewinn

Pfizer mit deutlich weniger Gewinn

Ein Umsatzrückgang beim weltweit meistverkauften Medikament Lipitor haben dem weltgrössten Pharmakonzern Pfizer im zweiten Quartal zugesetzt. Lipidor ist ein Blutfettsenker. Mittlerweile sind aber mehrere Nachahmerprodukte als Cholesterinsenker auf dem Markt.

Der Gewinn im zweiten Jahresviertel fiel um 19 Prozent auf 2,261 Mrd. Dollar, wie der Branchenprimus in New York mitteilte. Im Zeitraum April bis Juni fiel der Umsatz um 9 Prozent auf 11 Mrd. Dollar. Ungünstige Wechselkurseffekte hätten die Erlöse um 1,1 Mrd. Dollar geschmälert, hiess es.

Während der Umsatz in den USA um 5 Prozent nachgab, brach das internationale Geschäft um 12 Prozent ein. Pfizer erwirtschaftet den Grossteil seiner Erlöse nicht auf dem Heimatmarkt.

Nicht nur der Umsatzrückgang bei Lipitor dürfte Pfizer im zweiten Quartal Kopfschmerzen bereitet haben. Wegen des Patentablaufs für das Bluthochdruckmittel Norvasc verlor das Medikament im zweiten Quartal beim Umsatz mehr als 17 Prozent.

Lipitor, das 2008 Erlöse von rund 13 Mrd. Dollar in die Pfizer-Kasse gespült hatte, verbuchte im zweiten Quartal ein Minus von 10 Prozent auf 2,685 Mrd. Dollar.

Die Entwicklung bei Pfizer sowie dem US-Konkurrenten Merck & Co, der am Vortag ebenfalls über schwache Umsatzzahlen berichtet hatte, ist typisch für das aktuelle Geschehen in der Pharmabranche. Patentabläufe und Probleme mit Einzelprodukten sorgen teilweise für herbe Einbussen.

Forschende Pharmakonzerne wie Pfizer stehen zudem unter Druck durch konkurrierende billigere Nachahmermedikamente (Generika) und Einsparungen im Gesundheitswesen. Nicht selten verliert ein Originalmedikament nach Markteintritt eines Generikums in kürzester Zeit bis zu 80 Prozent seines Umsatzes.

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