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Gewinn von JPMorgan überrascht die Analysten

JPMorgan-Logo in New York (Archiv)

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Die US-Grossbank JPMorgan Chase hat dank geringerer Kosten für faule Kredite im zweiten Quartal mehr verdient. Der Nettogewinn sei binnen Jahresfrist um 12,5 Prozent auf 5,4 Mrd. Dollar gestiegen, teilte die Bank am Donnerstag mit.

Der Wegfall einer Steuer in Grossbritannien auf Boni für Banker habe sich ebenfalls positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Die Einnahmen kletterten im Berichtszeitraum um sieben Prozent auf 27,4 Mrd. Dollar.

Mit den Zahlen hat JPMorgan wieder einmal bewiesen, warum die Bank der Branchenprimus in den Vereinigten Staaten ist. Die Wall-Street-Grösse übertraf die Erwartungen der Analysten bei weitem.

Diese hatten befürchtet, dass das einträgliche Investmentbanking massiv leidet, weil sich Investoren derzeit wegen der überbordenden Staatsschulden von Griechenland bis Irland mit der Anlage ihrer Gelder zurückhalten - den Banken gehen dadurch Gebühren durch die Lappen.

Sorgenkind Hypothekengeschäft

Sorgenvoll äusserte sich Bankchef Dimon zum Hypothekengeschäft, denn viele Schuldner können ihre Raten weiterhin nicht zahlen, wenngleich die Verluste bei weitem nicht mehr so hoch sind wie früher. Dimon erwartet eine Normalisierung über die Zeit.

Kein anderes Haus an der Wall Street gilt als derart krisenfest - und auch weltweit gibt es nur eine Handvoll Banken, die sich mit JPMorgan Chase messen können. Selbst in der Finanzkrise schrieb die Grossbank gute Gewinne, während die Konkurrenz vom Staat gestützt werden mussten oder pleite ging.

Der Finanzkoloss war sogar stark genug, die angeschlagene Investmentbank Bear Stearns sowie die zusammengebrochene US-Sparkasse Washington Mutual zu übernehmen. JPMorgan besitzt sowohl ein starkes Standbein im Investmentbanking als auch im Privatkundengeschäft.

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