An allen Flughäfen müsse mit Verzögerungen bei der Abfertigung bis hin zu Flugausfällen gerechnet werden, kündigte Verdi am Montag in Berlin an. Dies sei "die letzte Warnung an die Arbeitgeber, die Tarifverhandlungen nicht eskalieren zu lassen", erklärte die Gewerkschaft. Gestreikt werden soll bei den Bodenverkehrsdiensten oder in der Gepäckabfertigung.

Verdi rechnet allein am Frankfurter Flughafen mit 2000 Teilnehmern. Insgesamt fallen beim grössten deutschen Flughafen rund 14'000 Beschäftigte unter den massgebenden Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Am Mittwoch und Donnerstag steht die dritte und entscheidende Verhandlungsrunde in Potsdam an. Verdi fordert 6,5 Prozent Lohnerhöhung. Zur Stärkung der unteren Einkommen soll die Steigerung mindestens 200 Euro betragen.

Die Fluggesellschaft Lufthansa strich nach dem Streikaufruf bis am Montagnachmittag 270 Flüge. Betroffen waren vor allem Flüge, die am Dienstag in Frankfurt starten oder landen sollten.