Analysten hatten dem Unternehmen dieses Mal im Schnitt 118 Mio. Euro zugetraut. Vor Zinsen und Steuern erzielte BMW ein Ergebnis von 55 Mio. Euro, wie der Konzern mitteilte. Dies entspricht einem Rückgang von fast 90 Prozent. Erwartet wurden hier 190 Mio. Euro. Auch beim Umsatz von 11,8 Mrd. Euro (minus sieben Prozent) blieb BMW unter den Prognosen.

BMW war nach monatelangen Verlusten erst im zweiten Quartal 2009 wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Das Sparprogramm und die Effizienzsteigerungen wirkten und würden fortgesetzt, erklärte Konzernchef Norbert Reithofer nun und kündigte schwarze Zahlen für das Gesamtjahr an.

"Wir streben im laufenden Geschäftsjahr ein positives Konzernergebnis an." BMW hatte schon 2007 ein massives Sparprogramm eingeleitet und rund 10'000 Stellen abgebaut. "Für eine Entwarnung auf den weltweiten Automobilmärkten ist es noch zu früh", sagte Reithofer. BMW werde aber in den restlichen Monaten 2009 jeweils Zuwächse beim Absatz verbuchen.

Zugute kommen dem Konzern dabei die niedrigen Vergleichszahlen aus dem Vorjahr: Ab September 2008 waren die Automärkte rund um den Globus eingebrochen. Insgesamt rechnet BMW damit, 2009 zehn bis 15 Prozent weniger Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce als 2008 zu verkaufen, damals waren es 1,4 Millionen.